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News


Pedrosa stürmt zum ersten Saisonsieg in Jerez

08 Mai 2013

Valentino Rossi

MotoGP NEWS: Runde 3 - Spain GP - Bridgestone Rennbericht inklusive Interview mit MotoGP-Fahrer Stefan Bradl

FIM MotoGPTM World Championship 2013, Runde 3: Gran Premio de Espana – Rennbericht
Circuito de Jerez (Jerez de la Frontera / Spanien), Sonntag 5. Mai 2013

Bridgestone Reifenmischungen (Slick): Vorne: Soft, Medium; Hinten: Extra-Soft, Soft, Medium (Symmetrisch)
Bridgestone Regenreifen: Hart (Hauptoption), Soft (Alternative – Vorne), Extra-Hart (Alternative – Hinten)
Wetter: Trocken. Lufttemperatur 26-27 Grad; Asphalttemperatur 51-53 Grad (Bridgestone Angaben)

Repsol Honda-Pilot Dani Pedrosa hat seine Form wieder gefunden, dank der er im vergangenen Jahr sieben Siege feierte. Der Spanier stürmte am Sonntagnachmittag in Jerez beim Gran Premio de Espana vor heimischem Publikum zu einem überlegenen Triumph.

Nachdem Pedrosa den besten Start erwischte und das Feld durch die erste Kurve anführte, wurde er bald danach von Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo überholt. Der regierende Champion versuchte mit einem sagenhaften Tempo einen Vorsprung herauszufahren und erzielte dabei in der zweiten Runde in 1´39.565 einen neuen Rundenrekord. Pedrosa ließ sich jedoch nicht abschütteln und holte sich in Runde sechs die Führungsposition zurück. Schließlich fuhr er mit einem Vorsprung von 2.487 Sekunden seinen ersten Saisonsieg nach Hause. Der Kampf um Platz zwei zwischen Lorenzo und Marc Marquez erlebte in der Schlussrunde seinen Höhepunkt, als sich der Repsol Honda-Pilot in der letzten Kurve vor der Ziellinie innen vorbeipresste. Mit diesem zweiten Rang übernahm Rookie Marquez die Führung in der Meisterschaft, während Lorenzo als Dritter ins Ziel kam.

Der Erste in der CRT-Wertung in Jerez war Power Electronics Aspar‘s Aleix Espargaro, der mit dem neunten Rang eine starke Vorstellung in Spanien abrundete.

Bei herrlichstem Sonnenschein erreichten angenehme Temperaturen die 30 Gradmarke. Beides zusammen sorgte am Sonntagnachmittag für herausfordernde Streckenverhältnisse. Der Spitzenwert während des Rennens wurde mit 53 Grad gemessen, so wie auch schon während dem samstägigen Qualifying, und demnach war die Reifenwahl für das Rennen ähnlich zu der am Vortag. Die Wahl des Vorderreifens fiel einheitlich zu Gunsten des härteren der zwei Optionen des Slicks für Vorne aus, nämlich der mittelweichen Mischung. Ebenso entschieden sich alle Fahrer für den weicheren Hinterreifen. Im Fall der CRT-Piloten war dies die extraweiche Mischung, während die Fahrer mit den Werks-Protoypen auf die weiche, symmetrische Mischung für hinten vertrauten.

Mit seinem Sieg übernahm Pedrosa mit 58 Punkten den zweiten Rang in der MotoGPTM Meisterschaftswertung, während Teamkollege Marquez mit 61 Zählern als Führender aus Jerez abreiste. Lorenzo als Drittplatzierter hat nur einen Punkt Rückstand auf Pedrosa.

Yuichiro Takenami – Vice President and Senior Officer, Corporate Communications and Motorsport
“Herzlichen Glückwunsch an Dani Pedrosa zu seinem ersten Saisonsieg heute vor einer riesengroßen Kulisse leidenschaftlicher spanischer Fans. Der Zweikampf zwischen Marc und Jorge war etwas ganz Besonderes und das ausgeglichene Niveau in MotoGP im Moment zeigt sich in fantastischen Rennen. Bei Bridgestone ist man stolz darauf Teil dieser so spannenden Rennserie zu sein und mit diesem hochtalentierten Starterfeld, sowie dem Neuzugang des außergewöhnlichen Rookies in Person von Marquez, bin ich mir sicher, dass wir weiterhin in dieser Saison ein viele Zuschauer an den Rennstrecke erleben werden.”

Shinichi Yamashita – General Manager, Bridgestone Motorsport Tyre Development Department
“Dieses Wochenende mit den heißesten Temperaturen seit Jahren in Jerez stellte die Fahrer vor eine große Herausforderung. Unser Technikerteam arbeitete daher umso gewissenhafter, damit die Teams die Reifen bestmöglich auf dem brütenden Asphalt nutzen konnten. Ich bin zufrieden, denn obwohl die Asphalttemperaturen deutlich höher waren als beim Test vor sechs Wochen, wurde ein neuer Rundenrekord erzielt und die Piloten konnten konstant schnelle Rundenzeiten während der Distanz über 27 Runden fahren. Die extremen Temperaturen lieferten uns jede Menge wertvoller Daten über die Qualität der Reifen auf diesem Circuit, die wir natürlich in unser Reifenweiterentwicklungsprogramm einfließen lassen werden.”

Dani Pedrosa, Repsol Honda – Sieger
“Heute hier zu gewinnen fühlt sich einfach großartig an und selbstverständlich ist dieser Sieg auch für die Meisterschaft wichtig. Ich habe mir das Rennen gut eingeteilt, obwohl ich jede Runde hart pushen und gleichzeitig dabei die Reifen schonen musste. Aber mein Motorrad hat einwandfrei funktioniert und gegen Rennende gelang es mir meinen Vorsprung zu kontrollieren. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl hier angekommen zu sein, daher gilt ein riesengroßes Dankeschön meinem Team. Nun geht es morgen mit einem Test hier weiter, denn es gibt noch einiges an harter Arbeit zu erledigen.”

Stefan Bradl, LCR Honda MotoGP – DNF

Herr Bradl, ein schwieriges Wochenende hier in Jerez endete wie es verlaufen war. Was war los?
“Von diesem Wochenende gibt es leider nichts Positives zu erzählen. Der Sturz im Rennen rundet das Ganze irgendwie ab, leider im negativen Sinn. Wir waren in jeder Session zu langsam und von Beginn an war unser Problem der Vorderreifen. Die harte Mischung war bei diesen Temperaturen für meinen Fahrstil immer noch zu weich. Aus diesem Grund hatte ich ein sehr schwammiges Gefühl vorne und der Reifen rutschte immer wieder weg. Die Ursache für den Sturz am Freitag und dem heutigen war die Gleiche. Aus unserer Sicht war es ein rabenschwarzes Wochenende und es tut mir Leid für mein Team, das wir überhaupt nicht weiterkamen, sondern uns jeden Tag im Kreis drehten. Die bitterste Pille dabei ist, dass unsere Ausbeute von den ersten drei Rennen ziemlich bescheiden ist. Mit zwei Rennstürzen darf man eigentlich nicht in die Meisterschaft starten. Auf keinen Fall dürfen wir jetzt den Kopf hängen lassen, sondern wir müssen uns aufraffen und nach vorne blicken. Natürlich haben wir fieberhaft nach einer Lösung gesucht und viel herumexperimentiert, aber eben leider ohne Erfolg. Wenn gleich mehrere Faktoren zusammenspielen, wie dieses Mal mit den hohen Temperaturen, meinen Fahrstil, logischerweise den Reifen und eben meinen Fahrstil, dann ist es umso schwerer auf die Schnelle, sprich an einem Rennwochenende, reagieren zu können. Für uns war es zumindest so.”

Wie kann man in Zukunft schneller und besser auf so eine Situation reagieren?
“Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht. Es wird sich herausstellen, wenn das nächste Mal so eine Konstellation auftritt. Wir haben zwar viele Daten hier gesammelt, aber wie weit die nützlich sein werden muss man abwarten. Vorerst hoffe ich auf ein besseres Wochenende in Le Mans, wo komplett unterschiedliche Bedingungen auf uns warten. Es würde mich wundern, wenn wir auch in Le Mans ähnlich am falschen Fuß erwischt werden. In jeden Fall wird es von dem her interessant, wie wir uns in Zukunft auf so eine Situation einstellen können.”

An diesem Wochenende waren die Bedingungen mit wenig Grip und heißen Temperaturen sehr schwierig. Wie haben Sie das erlebt?
“Für mich war das Hauptproblem der Vorderreifen, aber auch die Optionen für hinten waren aus meiner Sicht nicht optimal. Ich denke, dass man sich für die Zukunft etwas überlegen muss, wenn wir im nächsten Jahr wieder nach Jerez kommen. Es wäre bestimmt vorteilhalft, wenn es mehrere Varianten für kühle Temperaturen und warme Bedingungen geben würde. Soviel ich weiß hatten mehrere Fahrer Probleme mit den Reifen, aber so wie es ausschaut hatte ich am meisten damit zu kämpfen.”

So wie beim letzten Mal in Austin gab es auch in Jerez zuvor einen dreitägigen Test. Konnte man Daten von damals verwenden?
“Wie schon in Austin mussten wir auch hier wieder komplett bei null beginnen. Natürlich hat man für Jerez eine grobe Basis, aber die Bedingungen zwischen Test und Grand-Prix-Wochenende waren zu unterschiedlich. Die Strecke hatte auch im März quasi null Grip und außerdem war es damals sehr kalt. Von dem her haben die Daten nichts geholfen. Wir waren schon mit Beginn des ersten Trainings am Freitag gezwungen uns intensiv dem Problem des Vorderreifens wegen mangelnden Grip zu beschäftigen. Leider waren alle Anstrengungen das ganze Wochenende über umsonst.”

Werden die Grip-Verhältnisse hier in Jerez von Jahr zu Jahr schlechter?
“Das würde ich so nicht sagen. In Jerez war es schon immer so, dass bei kühleren Bedingungen schnellere Rundenzeiten gefahren werden als bei heißem Wetter. Heute waren die Asphalttemperaturen extrem hoch und deswegen war es sehr rutschig. In den vergangenen Jahren, wo der Grand Prix zu einem früheren Zeitpunkt stattfand, war es zumeist sehr kalt und regnerisch. Dieses Mal hingegen war es unerwartet heiß. Betreffend der Reifen gibt es eine Regelung, die so zu akzeptieren ist. Leider war ich an diesem Wochenende derjenige, der am meisten darunter gelitten hat.”

Dieses Mal mussten Sie durch den kompletten neuen Qualif-Modus. Was können Sie davon berichten?
“Mit Sicherheit hat es mir nicht gefallen, dass ich mich erst in QP1 für das zweite qualifizieren musste. Ich musste auch richtig hart dafür kämpfen. An einem derart schlecht verlaufenden Wochenende kommt dann eben diese Hürde noch dazu. Zum Glück haben wir den Aufstieg geschafft und mit Startplatz acht ist uns auch Schadensbegrenzung gelungen. Ich hoffe stark darauf, dass uns in Zukunft QP1 erspart bleiben wird. Anstrengend und gleichzeitig auch nervenaufreibend war es allemal, dass wir uns überhaupt für die ersten drei Reihen qualifizieren. Von dem her war es in jeden Fall eine interessante Erfahrung, aber wenn man mit dermaßen gravierenden Problemen zu kämpfen hat, dann würden auch zwei weitere Trainingstage nichts helfen, um weiter vorne zu stehen.“

GranPremioDeEspana2013rangliste

Extreme Temperaturen, brütender Asphalt und neuer Rundenrekord in Jerez