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News


Unaufhaltsamer Lorenzo gewinnt in Mugello zum dritten Mal in Folge

06 Juni 2013

Valentino Rossi

MotoGP NEWS: Runde 5 - GP d'Italia - Bridgestone Rennbericht inklusive einem Interview mit MotoGP-Fahrer Stefan Bradl

FIM MotoGP™ World Championship 2013, Runde 5: Gran Premio d‘Italia – Rennbericht
Autodromo Internazionale del Mugello (Scarperia / Italien), Sonntag 2. Juni 2013
Bridgestone Reifenmischungen (Slick): Vorne: Soft & Medium; Hinten: Soft, Medium & Hart (Asymmetrisch)
Bridgestone Regenreifen: Hart (Hauptoption), Soft (Alternative)
Wetter: Trocken. Lufttemperatur 23-25 Grad; Asphalttemperatur 41-44 Grad (Bridgestone Angaben)

Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo unterstrich am Sonntagnachmittag mit seinem dritten Sieg in Folge seine Vorliebe für den legendären Mugello Circuit inmitten der landschaftlichen Schönheit der Toskana. Dank eines frühen Überholmanövers feierte der Spanier einen ungefährdeten Triumph in Italien.

Lorenzo überholte Pole-Setter Dani Pedrosas bereits in der zweiten Kurve der Auftaktrunde, und nachdem er in der Anfangsphase des Rennens von den beiden Repsol Honda-Piloten Pedrosa und Marc Marquez verfolgt wurde, legte Lorenzo in Runde 13 einen Gang zu, indem er sich von seinen Verfolgern absetzte und bei der Zieldurchfahrt 5,4 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Pedrosa hatte. Dieser erbte den zweiten Rang, da Marquez drei Runden vor der Zielflagge durch Sturz ausschied. Zuvor fuhr der Draufgänger aus Spanien in 1´47.639 die schnellste Rennrunde, was gleichzeitig auch neuer Streckenrekord auf dem 5.245 Meter langen Autodromo Internazionale del Mugello ist. Zum zweiten Mal in Folge stand Monster Yamaha Tech3-Pilot Cal Crutchlow auf dem Podium, der als Dritter ins Ziel kam. Power Electronics Aspar’s Aleix Espargaro setzte seinen unvergleichlichen Rekord dieser Saison als bester CRT-Pilot fort, nachdem er in Italien einen bemerkenswerten achten Rang nach Hause fuhr.

Das Wetter am Sonntag war eine Kopie dessen, was für das Qualifying tags zuvor erwartet wurde, mit einem Spitzenwert der Asphalttemperatur von 44 Grad während der 23 Runden-Renndistanz. Der Grip-Level verbesserte sich leicht, nachdem es im Gegensatz zu Freitag auf Samstag keinen nächtlichen Regenschauer gab, sodass der Gummi-Abrieb nicht wieder ausgewaschen wurde. Mit solch ähnlichen Bedingungen zwischen Qualifiyng und dem Rennen wurde die gleiche Reifenkombination wie tags zuvor verwendet. Alle Fahrer entschieden sich für die für sie vorhandene weichere Mischung für hinten, während bis auf einem Piloten alle dem härteren Slick für vorne den Vorzug gaben.

Lorenzos zweiter Saisonsieg bringt ihn in der MotoGP™ Weltmeisterschaft bis auf zwölf Punkte an Pedrosa heran, während sich Marquez nach seiner ersten Nullnummer in dieser Saison einen Rückstand von 28 Zählern auf seinen Teamkollegen einhandelte und auf Rang drei zurückrutschte.

Hiroshi Yamada – Manager, Bridgestone Motorsport Department
“Herzlichen Glückwunsch an Jorge und Yamaha zur Fortsetzung ihrer Dominanz mit einem weiteren Sieg hier in Mugello. Ich freue mich für die Veranstalter über die hohen Zuschauerzahlen in diesem Jahr, da dieses Rennen ganz bestimmt eines der Highlights der MotoGP-Saison ist. Umso trauriger war es für die Fans, dass Valentino so früh aus dem Rennen gerissen wurde. Ich bin mir sicher, dass er heute eine starke Leistung gezeigt hätte. Rückblickend auf das Wochenende, denke ich war es die richtige Entscheidung dieses Mal für Mugello die hitzebeständige Konstruktion des Slick für hinten zu bringen, da diese sowohl für die Werks-Prototypen als auch für die CRT-Bikes sehr gut funktionierte.”

Masao Azuma – Chief Engineer, Bridgestone Motorsport Tyre Development Department
“Die Bedingungen für das Rennen waren gleich wie gestern Nachmittag und daher wählten alle Fahrer die gleiche Reifenkombination, die sie während FP4 und im Qualifying verwendeten. Es gab keinen nächtlichen Regenschauer, daher waren die Streckenverhältnisse die besten des gesamten Wochenendes und dies führte zu einem sehr hohen Tempo zu Beginn des Rennens, als Marc bereits in der zweiten Runde einen neuen Rundenrekord aufstellte. Ich bin mit der Qualität unserer Reifen an diesem Wochenende zufrieden, obwohl dieses Jahr in Mugello alle unsere Slick für hinten mit der speziellen, hitzebeständigen Konstruktion ausgestattet waren, haben wir im Qualifiyng und auch im Rennen neue Rekord-Rundenzeiten gesehen.”

Jorge Lorenzo, Yamaha Factory Racing – Sieger
“Mir war klar, dass es ein ungemein anstrengendes Rennen wird. Schon wegen dem viel heißeren Wetter heute Nachmittag, als es am Vormittag der Fall war. Ich musste in jeder Runde alles geben, denn ich wusste, dass Dani knapp hinter mir war. Nach 13 Runden pushte ich aber ein wenig mehr und es hatte den Anschein, dass Dani nicht nachlegen konnte. Ab diesem Zeitpunkt war es bis zur Zielflagge etwas leichter für mich.”

Stefan Bradl, LCR Honda MotoGP – 4.
Herr Bradl, Gratulation zum vierten Rang! Zufrieden?
“Danke! Auf jeden Fall bin ich mit diesem vierten Platz sehr zufrieden. Es ist ein gutes und gleichzeitig sehr wichtiges Ergebnis für uns. Schon im vergangenen Jahr waren wir in Mugello auf Platz vier, und haben wir unser bislang bestes Resultat eingestellt. Vielmehr freue ich mich über die Tatsache, dass das gesamte Mugello-Wochenende super verlaufen ist. Ich bin von Beginn an gut zurechtgekommen und am Sonntag haben wir als Draufgabe ein starkes und fehlerfreies Rennen abgeliefert.”

Gab es dieses Mal überhaupt keine Probleme aus technischer Sicht?
“So gesehen eigentlich nicht. Ich bin nur zu Beginn des Rennens etwas vorsichtiger gewesen, weil ich mit vollem Tank nicht zu viel riskieren wollte. Natürlich war der Hintergedanke dabei, nicht wieder zu stürzen und das nichts passieren darf, aber mit jeder Runde bin ich besser in Fahrt gekommen. Im Endeffekt war es ein gutes Rennen von mir. Und zum Schluss war es sogar noch ein großartiger Fight mit Andrea Dovizioso. In der letzten Runde hatten wir uns noch vier Mal gegenseitig überholt. Dass ich dabei als Sieger hervorging, war eine große Genugtuung für mich.”

Lag die Unsicherheit mit vollem Tank an der Abstimmung oder war es wirklich nur Vorsicht?
“Ich bin wirklich auf Nummer sicher gegangen. Natürlich war die Stabilität des Motorrades nicht zu 100 Prozent gegeben, was aber sehr oft der Fall ist. Aber dieses Mal war das Motorrad deutlich besser abgestimmt als beim letzten Mal.”

Wie im vergangenen Jahr kam es auch dieses Mal wieder zu einem heißen Kampf mit den Ducatis auf deren Heimstrecke. Welche Erfahrungen von damals konnten Sie mitnehmen und auch umsetzen?
“Eigentlich nicht viel, weil sich ja jeder Rennverlauf anders gestaltet. 2012 war Nicky Hayden mein Hauptgegner, der Valentino im Schlepptau hatte. Am Sonntag war es Dovi, der Nicky mitgezogen hatte. Im Gegensatz zum Vorjahr, als Nicky in der letzten Runde bei einem Überholversuch selber überholt wurde, war Dovi ein härterer Brocken. Er hat überhaupt nicht locker gelassen und so kam es zu diesem schönen Zweikampf in der letzten Runde. Während der gesamten Distanz gelang es mir nicht mich richtig abzusetzen, eben bis auf eine Phase, in der mein Vorsprung eine halbe Sekunde war. Aber quasi im Handumdrehen spürte ich Dovi wieder im Nacken. Mir war klar, dass er nicht aufgeben und in den letzten Runden noch angreifen wird. Mugello ist sein Heim-Grand-Prix und die Hausstrecke von Ducati. Von dem her war es mir klar und ich bin dementsprechend vorbereitet – mit absoluter Kampflinie - in die letzte Runde gegangen. Er hat es ein paar Mal probiert, aber meine Linienwahl war perfekt. Dies ermöglichte es mir jedes Mal geschickt zu kontern. 2012 hat er mir den dritten Platz weggeschnappt, dafür habe ich ihn jetzt geschlagen. In bin auf jeden Fall zufrieden und freue mich auch, weil ich denke, dass dieses Rennen aus unserer Sicht ein Befreiungsschlag war.”

Mugello war in jeden Fall wieder ein tolles Wochenende, zumal auch das Wetter mitgespielt hatte, oder?
“Mugello ist definitiv jedes Jahr ein Highlight. Dieses Mal natürlich auch wegen dem Wetter, das zum Glück an allen Tagen gut war, obwohl es manchmal nicht so den Anschein hatte, war es ein super tolles Wochenende. Mir hat es in jeder Session richtig viel Spaß gemacht auf dieser wunderschönen Rennstrecke zu fahren. Aber auch aus Sicht des Teams war es ein super Wochenende, zumal es unser Heim-Grand-Prix ist. Der vierte Platz hat so gesehen noch viel mehr Bedeutung und mich freut es, dass unser Boss Lucio Cecchinello zum ersten Mal in dieser Saison über alles richtig zufrieden war.”

Wie war die Qualität der Reifen über den Verlauf des Wochenendes?
“Die Reifen haben gut funktioniert. Aus meiner Sicht fand ich es schade, dass wir für hinten nur die weiche Mischung probiert hatten, da es offenbar die einzige war, die sinnvoll verwendet werden konnte. Der härtere Hinterreifen wurde so viel ich weiß von keinem einzigen Fahrer ausprobiert. Der weiche Slick hat gut funktioniert, obwohl ich persönlich um eine Spur mehr Grip erwartet hätte. Für mich war es jedenfalls ok, obwohl im Vergleich zu Yamaha man dort vielleicht mehr Seiten-Grip als wir hatte. Im Gegensatz dazu war der Vorderreifen perfekt für die vorherrschenden Bedingungen.”

GPItalia2013rangliste

Stefan Bradl: "Die Reifen haben gut funktioniert."